
Foto: äöü
äöü (Patricia Bechtold / Johannes Karl)
äöü entwerfen sinnliche Erzählräume zwischen Performance, (Objekt-)Theater und Installation.
äöü – das sind erstmal zwei: Das 2018 in einer Regionalbahn zwischen Bochum und Gießen gegründete Theater- & Performancekollektiv von Patricia Bechtold und Johannes Karl. Schon vor der Gründung von äöü haben sie gemeinsam Projekte am Zimmertheater Tübingen entwickelt und Sprechtheater, Tanz und Performance aufeinanderprallen lassen. Im Kontext ihrer (post-)postdramatischen Masterstudiengänge (Szenische Forschung Bochum & Angewandte Theaterwissenschaft Gießen) gründeten sie äöü. Seitdem arbeiten sie kontinuierlich von Bochum aus in dieser Konstellation.
Ihre größte Inspirationsquelle und Forschungsgegenstand ist der Alltag. Das, was so omnipräsent ist, dass man es gern übersieht. Sie sammeln und erforschen Alltagsgegenstände, bilden aus ihnen Formationen auf der Bühne, stellen sich mit ihnen durch ihre eigenen Körper in ein Verhältnis, zeichnen Beziehungsstrukturen zwischen und zu den Dingen. Mit Elementen aus Sprache, bildender Kunst, Tanz und Theorie transformieren sie die Alltagsfundstücke zu sinnlich-abstrakten Erzählräumen. Ihre Arbeiten befinden sich zwischen Performance, Theater und Installation, sie bedienen sich aber auch schamlos anderer Genres, wenn es ihr Forschungs-gegenstand anbietet. Die Kollaboration auf Augenhöhe mit anderen Künstler:innen ist dabei wesentlich für ihre Arbeitsweise. äöü ist also immer zwei Plus.
Ihre künstlerische Arbeit vereint konzeptuelle Tiefe und Relevanz mit dem klaren Anspruch, auch für kunstfernes Publikum zugänglich und niederschwellig erfahrbar zu sein.