
Foto: Mim Schneider / 2026
FAUL&HÄSSLICH.
FAUL&HÄSSLICH. versteht sich als queerfeministisches Kollektiv, das sich jenseits von hierarchischen und institutionalisierten Strukturen autonom organisiert.
Die Kollektivmitglieder - vom Schauspiel, der Musik, dem Tanz, den Hörmedien und den Kulturwissenschaften kommend - verbindet seit 2019 der Wunsch, Theater loszulösen von wirtschaftlich-künstlerischen Produkten und zu einem Ort kritischer Auseinandersetzung und kollektiver Selbstermächtigung werden zu lassen. Die Frage, wie Theater als gemeinschaftlicher Raum funktionieren kann und wie Wissen, Fürsorge und kreative Prozesse geteilt werden, ist zentral für die Ausrichtung des Kollektivs. Dabei entstehen unterschiedliche Formate, wie zum Beispiel immersive Performances, Audiowalks, Installationen, dokumentarische Theaterabende, aktionistische Camps, aber auch theaterpädagogische Workshops und Fotoreihen.
FAUL&HÄSSLICH. legt den Schwerpunkt auf künstlerisch-politisches Arbeiten außerhalb etablierter Theaterorte und gewohnter großstädtischer Räume und den Anspruch, niedrigschwellig zu arbeiten.
Mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters versuchen sie, reale Erfahrungen, strukturelle Ungleichheiten und marginalisierte Perspektiven unmittelbar sichtbar zu machen. Durch die Arbeit mit Interviews, Archivmaterial und autobiografischen Elementen entsteht eine künstlerische Praxis, die nicht nur erzählt, sondern untersucht und hinterfragt.
Das Kollektiv versteht die eigene Arbeit ausdrücklich als Form politischen und aktivistischen Schaffens. Das ergibt sich aus dem Anspruch, gesellschaftliche Machtverhältnisse nicht nur darstellen, sondern konkret verändern zu können.