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Foto: Luise Jakobi

Solo
Bochum

Julia Nitschke

Julia Nitschke ist Solokünstlerin aus Bochum. Ihre interdisziplinäre Performance-Arbeit verbindet recherchebasierte Ansätze mit gesellschaftskritischen Fragen.

Julia Nitschke ist eine Solokünstlerin aus Bochum, wo sie mit anderen Künstler*innen das atelier automatique betreibt – einen solidarischen Arbeits- und Ausstellungsraum für die lokale Kunstszene. Sie studierte Soziale Arbeit, Szenische Forschung sowie Kuratieren in den szenischen Künsten (gefördert durch die Kunststiftung NRW) in Bochum, Salzburg, Ljubljana und Berlin.

Ihr künstlerisches Profil zeichnet sich durch radikale Fragestellungen, interdisziplinäre Ansätze sowie eine spezielle Verbindung von Theorie und antiprofessioneller Ästhetik aus. Sie ist Teil der Gruppen Grupa Mauczka, RuhrgebietsSpatzen und Labern übers eigene Land. Mit Grupa Mauczka erforscht sie politische Erinnerungskulturen aus einer queeren, familiären Post-Ost-Perspektive sowie im Spannungsfeld von Migrationsgeschichten aus Oberschlesien und Polen.

2026 realisiert sie im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr die ortsspezifischen Projekte Schul Non-Zyklopädie sowie Holy Spits / Święta Ślina – Acts Towards Unbinary States (mit Grupa Mauczka) in der Gethsemane-Kirche Bochum. 2025 war sie Stipendiatin der Residenz SPRUNGBRETT (tanz nrw) und entwickelte Goldene Grenzüberschreitungen – eine dokumentarische Burlesque-Revue zur Oder-Katastrophe, verursacht durch die sogenannte Goldalge, die Tanz, queere Identität, Storytelling und Ökologie verbindet. Als Orakel von Britney (mit Fokus auf Beziehungsberatung) war sie am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspiel Köln und im Markk Hamburg zu erleben. Ihre Arbeiten wurden u. a. am FFT Düsseldorf, Theater im Depot Dortmund, Ringlokschuppen Mülheim a.d. Ruhr, Pathos Theater München, Ringtheater Berlin, Sophiensälen Berlin, Lenbachhaus München sowie bei der Akademie der Künste Welt Köln und Urbane Künste Ruhr gezeigt.